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Geschichte von Tarans Reich Lindischen Bodens

Die Geschichte Lindlands ist lang und von vielen Konflikten gezeichnet. Entstanden aus einer ehemaligen Mark der goldenen Heimat hat sich das Reich zu einem der mächtigsten Reiche im Nordwesten Mythossas entwickelt.

500 vKH - 250 vKH: Die Linden besiedeln das heutige Reichsgebiet

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Das Gebiet des Reiches 500vKH
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Das Gebiet des Reiches 400vKH
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Das Gebiet des Reiches 360vKH

Nach langen Reisen erreichen die Überreste des Volkes, welches 595 vKH die goldene Heimat betreten hatte und das man dort Lindmenschen nannte, nach langer, strapaziöser Reise das Land zwischen Warne und Elm. Dieses ist zu dieser Zeit nur spärlich von Menschen, Elben und Halblingen besiedelt und so finden die Linden genug Lebensraum vor, um wieder sesshaft zu werden. Zuerst besiedeln sie nur das südliche Stufenland, dann breiten sie sich ca. 400 vKH auf das ganze Herzland zwischen Warne und Elm aus, die lindischen Stämme organisieren sich als erste Fürstentümer. Um 360 überqueren lindische Stämme in großer Zahl die Warne und besiedeln den Norden des heutigen Eulstaedt und das damalige Vertrastil. Der goldene Hof zu Ytricht reagiert auf die erstarkenden Linden, indem er die goldene Westmark Vertrastil dem lindischen Fürsten Frodewin von Zollern zur Verwaltung übergibt. Die lindischen Fürstentümer regieren immer autonomer und unterstehen nur mehr nominell dem goldenen Hof. Dieser ordnet zudem an, dass alle Elben sich aus dem Nordwesten zurück ziehen sollen, um die Lücken, die der Krieg gegen die Plage geschlagen hat, zumindest im Kernland von Idygalon wieder zu füllen. Der Name Vertralinde wird zuerst in Ytricht als Spottname für die kaum mehr loyale Westmark, bald jedoch auch in Vertrastil als neuer Name gebräuchlich. Um 300 vKH beginnen die Linden, alle anderen Menschen in ihren Gebieten zu unterjochen oder zu vertreiben. Nach wenigen Jahren sind diese so wenige, dass sie in der lindischen Bevölkerung aufgehen.   

250 vKH: Die Linden sagen sich von der goldenen Heimat los

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Das Gebiet des Reiches 248vKH

250 vKH sagt sich die Grafschaft Nieszen unter Meinulf II. von der Heimat los, die Nachricht davon verbreitet sich wie ein Lauffeuer in Lindland und schon bald folgen weitere Fürstentümer, unter ihnen 249 vKH auch Vertralinde unter den Zollern. Im Frühling 248 vKH hat die goldene Heimat das heutige Vertralinde und alle Gebiete des heutigen Reichs mit Außnahme von Ostköhlern, Ertenburg und dem Südteil von Eulstaedt verloren. Die Versuche, Gebiete zurück zu erobern, fallen aufgrund der Schwächung durch die Plage sehr karg aus und bleiben erfolglos. Das mächtige Herzogtum Köhlern erklärt der goldenen Heimat den Krieg. Durch den Versuch, dafür auch andere Fürstentümer hinter sich zu scharen, bricht aber ein Krieg unter Linden aus und eine weitere Ausdehnung des lindischen Gebiets findet vorerst nicht statt.

150 vKH: Die Gebiete nördlich des Elms kommen unter lindische Herrschaft

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Das Gebiet des Reiches 150vKH

Schon um 300 vKH ging ein großer Teil der goldenen Nordmark Thorastil an die Zwerge von Obaaron verloren. Als diese sich nun 150 vKH vor der Plage in die Berge zurück zogen, erhob Ytricht Anspruch auf die alten Gebiete, lindische Truppen aber überqueren sehr schnell den Elm und besetzen die Gebiete, der äußerste Norden wird zum Fürstentum Hohenburg, der Rest wird unter mehreren mächtigen Fürstentümern aufgeteilt. Ytricht lässt in Thorastil zwar Truppen aufmarschieren, es bleibt aber bei einer nicht beachteten Drohung. In den Folgejahren erstarkt das Herzogtum Köhlern zusehens und gewinnt die Herrschaft über weite Teile des lindischen Gebiets nördlich des Elms und die westliche Hälfte des heutigen Neu-Thorastils.

139 vKH - 134 vKH: Der erste lindisch-thorastilische Krieg

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Das Gebiet des Reiches 134vKH

139 vKH macht das Herzogtum Köhlern seine über 100 Jahre alte Kriegserklärung wahr und greift die goldene Mark Thorastil an. Am Anfang können die Linden schnelle Erfolge erzielen und tief nach Thorastil eindringen, bald jedoch marschieren Entsatztruppen aus Ytricht auf und schlagen die köhlerschen Truppen mehrere Male vernichtend. 136 vKH stehen die goldenen Truppen kurz vor dem Eintritt in die lindischen Gebiete. Der Herzog von Köhlern sendet Boten an alle lindischen Fürsten und schafft es, diesen Krieg in Lindland als gesamtlindischen Kampf gegen die elbischen Unterdrücker zu hochzustilisieren und erhält Unterstützung vieler anderer Fürstentümer. Sie erobern das heutige Ostköhlern von Thorastil und halten es. Unter den Fürsten kommt es zum Streit und Kämpfe brechen aus, wieder verhindert also Krieg untereinander, dass die Linden größere Kriegserfolge einfahren können.

c a. 130 - 115 vKH: Stetes Zerfallen und Neuentstehen der Fürstentümer

In der finsteren Zeit der dunklen Plage, die in diesen Tagen besonders schlimm in Lindland wütet, zerfallen Fürstentümer oft, weil durch das Fehlen direkter Erben und vertrackte Erbansprüche anderer Fürsten keine starke Hand die Länder führen kann, gleichzeitig bietet dies aber auch den Findigen die Möglichkeit, sich herrenlose Fürstentümer Untertan zu machen. So entstehen und zerfallen laufend Fürstentümer und kaum eines liegt unter gleichem Namen und Herrschergeschlecht noch dort, wo man es einst gegründet hatte. Erst um 115 vKH kehrt wieder etwas Ruhe in Lindland ein.

124 vKH: Das Edikt der Weisheit

Chlodwig von Zollern, Herzog von Vertralinde, befestigt die Grenzen Vertralindes nun auch nach Osten stärker, aus Angst vor den durch die Plage ausgelösten Erbstreitigkeiten und dem Chaos im Herzland. Er verzichtet auch auf seine dortigen Erbansprüche. Im Ausgleich dazu erlässt er ein Gesetz, das als „Edikt der Weisheit“ in die Analen eingehen sollte. Dadurch werden die Grenzen Vertralindes als unveränderlich, sowie untrenn- und unteilbar festgelegt. Die Herrschaft soll von da an primogenisch nur an den den ältesten männlichen Nachkommen vererbt werden.

108 vKH: Der zweite lindisch-thorastilische Krieg

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Das Gebiet des Reiches 108vKH

Thorastil sagt sich als letzte Mark von der goldenen Heimat los, der Herzog von Köhlern denkt, er könnte die Wirren in Thorastil nutzen und greift es erneut an, die restlichen lindischen Fürstentümer unterstützen ihn jedoch nicht dabei. Das thorastilische Volk wird durch die neue Unabhängigkeit und den Zorn gegen die Linden vereint und drängt die Linden bis weit über ihre Grenzen zurück. Der Teil des heutigen Neu-Thorastil, der damals zu Köhlern gehört, geht an Thorastil verloren. Andere lindische Fürsten verlangen nun auf einmal Ausgleichszahlungen für die Unterstützung im ersten lindisch-thorastilischen Krieg und nützen die Schwäche Köhlerns aus, das nun neben dem herben Gebietsverlust im Nordosten noch weitere Schwächungen erfährt.

107-102 vKH: Hunnbald und die Reichsgründung

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Das Gebiet des Reiches 102vKH

Hunnbald von Wartbergen, ein junger Freiherr aus dem Kernland, hat in Burgten eine Eingebung, in der Taran ihm erklärt, er hätte die Linden zu seinen Lieblingen unter den Menschen auserkoren. Hunnbald beginnt darauf, ein Heer zu versammeln, mit dem er ein Fürstentum nach dem anderen besiegt und unter seine Herrschaft bringt. Im Herbst 102 vKH kommt es zur entscheidenden Schlacht bei den Elmfurten, in der er Lüdegast II. von Mensburg schlägt, der die Fürstentümer, die unabhängig bleiben wollen, hinter sich gesammelt hat und nach der er das hunnarische Königreich ausruft, zu dessen König er sich macht. Die Herzöge seiner Armeen verlangen nun aber das Recht, an der Herrschaft teilzuhaben und so wird der Dualismus zwischen Adel und König urkundlich festgelegt und der Reichstag samt dem Recht den König unter sich zu wählen gegründet, weil Hunnbald weiß, dass er seine Herrschaft sonst nicht lange halten kann. Als Sitz des Reichstags bestimmt Hunnbald Burgten, weil Taran ihm dort erschienen war.

101 vKH: Vertralinde bleibt eigenständig

Im Frühling darauf lässt der König in ganz Hunnaria eine weitere Heerschau abhalten und marschiert nach Vertralinde. Herzog Hadwin von Zollern will Vertralinde dem Reich angliedern, sein Onkel Landolf der Alte jedoch wiegelt das Volk auf, weil er davon überzeugt ist, ein Anschluss an das Reich würde dem Edikt der Weisheit widersprechen. Er stürzt Hadwin und übernimmt die Macht in Vertralinde, dieser flüchtet nach Hunnaria und führt dort die Linie der Zollern fort. Die Linie von Vertralinde nennt sich von da an selbst die „Altzollern“. Diese marschieren bis nach Warnbruck und besetzen dieses, bevor Hunnbalds Truppen eintreffen. Als diese sich vor der Stadt auf die Belagerung vorbereiten, erreichen ihn Nachrichten, dass die goldene Heimat in Taranlys Truppen sammeln lässt um das Reich anzugreifen. Hunnbald schickt Landolf ein Friedensangebot, das dieser annimmt. Als Zeichen dafür zieht sich das Heer aus Vertralinde aus Warnbruck und hinter die eigenen Grenzen zurück.

100 vKH: Kaiser von Tarans Gnaden

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Das Gebiet des Reiches 100vKH

Das junge Reich wird von allen Seiten mit Krieg bedroht. Thorastil befestigt die Grenzen zu Ostköhlern, die Plage wütet überall und die Elfen der Heimat sammeln Truppen in Taranlys. Hunnbald will die heiligste Stadt Tarans, dem Schutzherren des Reiches, diesem angliedern und führt die Truppen von Warnbruck nach Süden. Gleichzeitig nähert sich eine riesige Rotte der Plage Taranlys von Süden her. Der Heerführer der goldenen Armee entscheidet sich für einen Ausbruch nach Süden und greift die Untoten an, die er unter schweren Verlusten vernichten kann. Die geschwächten Goldenen können aber kaum noch Widerstand leisten, als Hunnbald Taranlys erreicht und so geht dieses samt Umland an das Reich. Hunnbald lässt sofort alle nicht lindischen Würdenträger des dort ansässigen Tarankultes gefangen nehmen und ersetzt sie durch reichstreue Linden. Taranlys wird in Niederhut umbenannt und der neue ernannte Erzbischof krönt Hunnbald zum Kaiser von Tarans Gnaden. Dies ist die Geburtsstunde von Tarans Reich Lindischen Bodens und Hunnbald erlässt die „Gesetze der ersten Stunde“, welche das Verehren anderer Götter außer den Sechsen verbietet und das öffentliche Ausüben von Magie, die er als Kennzeichen elbischer Unterdrückung brandmarkt, unter Todesstrafe stellt.

80 vKH: Lichtholz geht an die Hexer verloren

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Das Gebiet des Reiches 80vKH

Das durch Erbfolgen inzwischen in Lichtholz umbenannte Fürstentum derer von Hohenburg wird von einigen Katastrophen heimgesucht. Kein einziges Feld wirft Ernte ab, sämtliches Vieh stirbt an Krankheiten. Anfangs wird die Plage dahinter vermutet, es stellt sich jedoch heraus, dass ein Bund von Magiern, die bald den Namen „Hexer von Lichtholz“ erhalten, dahinter steckt. Eine kleines Heer, das Gerowin von Hohenburg, damaliger Markgraf von Lichtholz um sich schart um die alte Sigurdsburg, die den Hexern als Quartier dient, anzugreifen, wird von viel zu früh einsetzenden Schneestürmen schon zwei Tage, nachdem es die damalige Hauptstadt Werden verlassen hatte, eingesperrt und ein Großteil der Männer erfriert. Finstere Kreaturen und Söldner aus dem Osten fallen nun über das Land her und die meisten Bewohner fliehen. Auch Gerowin gelingt die Flucht, er lässt sich mit seiner Familie im heutigen Hochfleuen nieder, das damals Teil des Herzogtums Köhlern ist. Von ihm stammt das aus dieser Zeit bekannte traurige Volkslied "Lichtholz ich muss dich lassen".

54 vKH: Das pechschwarze Patent

Als 54 vKH Hunnbalds Sohn, Kaiser Leif von Wartbergen, stirbt, kommt es zu Erbstreitigkeiten. Mehrere Fürsten fordern den Reichstag auf, sie zum lindischen König zu wählen, dieser findet keine Einigung. Als der Herzog von Köhlern, welches zu dieser Zeit wieder eines der stärksten Fürstentümer Lindlands darstellt, Truppen vor Burgten aufmarschieren lässt, greift der Erzbischof von Niederhut ein und legt dem Reichstag nahe, eine Reglementierung für die Wahl des Königs zu schaffen. Lindrad von Ellingen verfasst darauf das „pechschwarze Patent“, welches der Reichstag kurz darauf verabschiedet. Demnach sollten von nun an nur mehr 5 Fürsten, die den neu eingeführten Titel Kurfürst tragen sollten, und zwei weitere Stimmen, die die freien Reichsstädte im Konsens zu bilden hätten, den neuen König unter den Fürsten wählen. Die Kufürstenwürde wird an die Herzöge von Köhlern, Fleuen, Warnheim, Nieszen und Larstein vergeben. Volkmar von Warnheim wird zum neuen König und tritt sofort zu seiner Pilgerreise nach Niederhut an, wo er zum Kaiser gekrönt wird.

48 vKH - 46 vKH: Der dritte lindisch-thorastilische Krieg

Kaiser Volkmar I will seinen im Volk zweifelhaften Ruf dadurch aufbessern, die alten Besitztümer im Nordosten von Thorastil zurück zu erobern. Im Sommer 48 vKH wird die Grenze überquert. Die Hauptlast tragen das Herzogtum Köhlern und die warnheimer Truppen des Kaisers selbst, die dritte Streitmacht soll der Graf von Traisen beisteuern. Dessen Hilfe bleibt aber aus und so können die Reichstruppen bis zum Wintereinbruch kaum Boden im Norden zurückerobern. Der Graf von Traisen sendet dem Kaiser im Winter ein Entschuldigungsschreiben, welches dieser annimmt. Darin versichert er, im weiteren Krieg der Heerfahrtspflicht in vollem Maße nachzukommen. Bei Anbruch des Frühlings lässt Volkmar die Truppen umschwenken und direkt auf die vielbegehrte Grenzstadt Vendorin zumarschieren. Dort treffen die Reichstruppen aber auf eine stark gerüstete und gut vorbereitete Verteidigungsstreitmacht, während der Entsatz aus Traisen immer noch nicht angekommen ist. Volkmar will abwarten, die Truppen aus Vendorin aber greifen an und schlagen die Reichstruppen vernichtend, der Kaiser selbst kommt dabei ums Leben. Die wenigen Heimkehrer erzählen von den vielen Heldentoden vor den Toren von Vendorin, Kaiser Vokmar bleibt als Held in Erinnerung. Der Krieg endet ohne nennenswerte Verschiebung der Grenzen, der Graf von Traisen wird für die Niederlage verantwortlich gemacht. Er erbittet Asyl in Thorastil, welches ihm aber nicht gewährt wird. Es folgt seine standesgemäße Hinrichtung und die Entmachtung seiner Familie. Die Grafschaft Traisen wird aufgeteilt, Die Hälfte geht an den Herzog von Köhlern, die andere an den Landgraf von Mensburg, einn offenen Gegner des verlorenen Krieges, der aus insgeheimen Respekt gegenüber dem toten Grafen sein Fürstentum in Traisen-Mensburg umbenennt.

34 vKH: Berthold wird geboren

Im heutigen Hochfleuen wird Berthold der Standfeste geboren, Gerüchten zu Folge als Sohn des Prinzen Gautwin von Köhlern. Die erste Aventüre des berühmten Bertholdsliedes mit dem Namen „Von Gautwin und Gudula“ erzählt diese Geschichte.

30 vKH - 0 KH: Die schlimmsten Jahre der Plage und Bertholds Taten

Diese Jahre sind dadurch geprägt, dass die Plage, die schon seit Jahrhunderten in Mythossa wütet, nun auch den Nordwesten mit voller Kraft heimsucht. Die Menschen ziehen sich in die Städte und Burgen zurück und ganz Lindland versinkt im Chaos. Aber Geschichten um einen jungen Helden Namens Berthold machen den Menschen Hoffnung. Nach dessen Sieg vor den Toren Kereth Halls wird er in Lindland nur mehr einmal gesehen. Im Reich ist man sich bis heute sicher, dass Taran selbst Berthold an seine Seite gerufen hat, um von dort über das tapfere Volk der Linden zu wachen.

3 nKH: Vertralinde erwirbt einen Sitz im Reichstag

Durch kluge Heiratspolitik erwirbt der Herzog von Vertralinde, Maximilian I. von Altzollern, die Baronie Rethingen, ein Lehen, das direkt vom Kaiser vergeben wird und dessen Fürst dadurch ein Sitz im Reichstag zusteht. In den Reihen der anderen Fürsten regt sich Widerstand, der alte Kaiser Dankward II. jedoch steht hinter ihm und so tragen die Herzöge (später Erzherzöge) von Vertralinde die Entscheidungen des Reiches mit

5 nKH: Maximilian I wird Kaiser

Nach Dankwards Tod kommt es bei der Wahl des neuen Königs zu Turbulenzen. Maximilian II. von Altzollern bietet sich als „außenstehender“ Übergangskönig an, der ja aufgrund seiner nur sehr kleinen Besitztümer im Reich auf die Unterstützung des Reichstages angewiesen sein würde. In einer knappen Abstimmung wird er dank der beiden Stimmen der freien Reichsstädte gewählt. Noch im selben Jahr pilgert er nach Niederhut und lässt sich zum Kaiser krönen. Wieder geht eine Protestwelle durchs ganze Reich, die Kirche des Taran aber verteidigt den neuen Kaiser, da seine Krönung nicht rechtswidrig und darum dem Taran gefällig war. Auch wenn Vertralinde und das Reich getrennte Staaten bleiben, da Maximilian in Personalunion der Führer beider Nationen ist, vertreten sie in dieser Zeit eine gemeinsame Außenpolitik.

20 nKH: Der letzte Kaiser aus dem Herzland

Kaiser Maximilian, der sich in den 15 Jahren seiner Regentschaft als kluger und gütiger Herrscher in der schweren Zeit des Wiederaufbaus erwiesen hat, stirbt sehr früh am Fieber, sein Sohn, Herzog Maximilian II. ist in den Augen vieler Fürsten noch zu jung, um an seine Stelle gewählt zu werden, so wird Johan zu Landsbrecht der neue König. In der letzten Woche des 21. Jahres nach Kereth Hall wird er als letzter nicht aus dem Hause der Altzollern stammender Fürst zum Kaiser von Tarans Gnaden gekrönt.

22-24 nKH: Krieg gegen Idygalon und Falbalon

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Das Gebiet des Reiches 24nKH

In Lindland rüstet man zum Krieg, der Kaiser will das benachbarte Idygalon angreifen und die Tatsache, dass dieses sich viel langsamer als das Reich von den Auswirkungen der Plage erholt hat, ausnutzen. Um das Volk zu einen und anzuspornen, lässt Kaiser Johan von seinem Herold Helmenbald Federnberg das berühmte Lindlandlied verfassen, welches sich wie ein Lauffeuer im Reich verbreitet. In einem der erfolgreichsten Feldzüge der Geschichte erobern die Linden in nur einem Sommer den Osten Idygalons bis zu den Bergen im Süden. Der südliche Nachbar Falbalon will nun Vorteile aus dem Krieg ziehen und seine Grenzen nach Norden über die Berge verschieben. Die Reichstruppen befestigen ihre Stellungen, der Winter bleibt ohne nennenswerte Schlachten. Im Frühling dann marschieren die Falbaloner Streitkräfte an den Bergen im Osten vorbei nach Norden, Johan aber lässt diese von seinen Truppen überqueren, so dass die Linden auf einmal hinter der Armee aus Falbalon stehen. Auch wenn das Überqueren der im Frühling noch sehr kalten Pässe den Männern einiges abverlangt, kann Falbalon doch besiegt werden und das Reich erweitert das Reichsgebiet um das Land südlich der Berge, das seit jeher Teil Falbalons war und das heute den Südost-Teil der grünen Lande darstellt.

47 nKH: Vertralinde wird Teil des Reiches, Maximilian II./III. wird Kaiser

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Das Gebiet des Reiches 47nKH

Kaiser Johan wird auf einer Reise in den Süden von Plänklern aus Idygalon getötet. Der Sohn des Kaisers, der vor allem als Feldherr in Erinnerung bleiben sollte, gilt als rachsüchtig und jähzornig, Eigenschaften, die das Kurfürstenkollegium dazu bringen, ihm die Wahl zum lindischen König zu verweigern. Maximilian III. von Altzollern, Herzog von Vertralinde und Baron von Rethingen, der Enkel des im Volk beliebten Kaisers Maximilian I., wird zum Kaiser gewählt. Von da an nennen die Geschichtsschreiber ihn Maximilian II./III., weil er zwar der zweite Maximilian am Kaiserthron, der dritte aber als Herzog von Vertalinde ist. Als Dank für das Vertrauen, das die Kurfürsten ihm entgegen bringen, gliedert er Vertralinde dem Reich an und belehnt sich als Kaiser selbst damit. Als Gegenleistung erwartet er vom Reichstag, Vertralinde zum Kurfürstentum zu machen, da es zu dieser Zeit das zweitgrößte aller lindischen Fürstentümer ist (nach dem Zerfall Köhlerns sollte es sogar das größte werden). Da ihm dies aber verwehrt wird, ernennt Maximilian sich und alle Herzöge von Vertralinde vor ihm rückwirkend zu Erzherzögen, um seiner gesellschaftlichen Überlegenheit gegenüber den anderen Herzögen Ausdruck zu verleihen.

49 - 54 nKH: Krieg gegen die Hexer in Lichtholz

Lindland 54nkh
Das Gebiet des Reiches 54nKH

Seit mehr als 100 Jahren schon ist das einst nördlichste Fürstentum der Reiches Lichtholz unter der Kontrolle von bösen Zauberern, die im Volk als „Hexer von Lichtholz“ bekannt sind. Die Grenzen zu Lichtholz werden zwar bewacht, Zwischenfälle passieren jedoch kaum. 49 nKH erklärt Gernot von Hohenburg, Nachfahre derer von Hohenburg, die einst aus Lichtholz vertrieben wurden, vor dem Reichstag, dass er seine Besitzansprüche auf Lichtholz geltend machen wird. Eine hitzige Debatte entbrennt, ob das Reich den Hexern den Krieg erklären soll, schließlich aber setzt sich der Kaiser durch, der aus Angst vor den Hexern diesen Lichtholz überlassen will. Verbittert verlässt Gernot den Reichstag und verschwindet mit einigen wenigen Getreuen. Einige Jahre hört man nur Gerüchte und schaurige Geschichten, Gernot hause in dern Bergen und käme des Nachts in die Täler von Lichtholz, um die Hexer zu erschlagen. Im Frühling 54 nKH wird Gerfrieds Frau und seine Tochter in seinem Haus im heutigen Nordelm-Köhlern geschändet und ermordet gefunden, von den Tätern fehlt jede Spur. Immer mehr Freiwillige ziehen nach Lichtholz, um Gernot beizustehen. Im Frühsommer 54 nKH, nach einem besonders langen und strengen Winter, erscheint Gernot wieder vor dem Reichstag. Dessen Archive erzählen von einem veränderten, blassen und verbitterten Mann, der berichtet, die Hexer seien vernichtet oder vertrieben und die von Hohenburgs hätten die Herrschaft über Lichtholz wieder inne. Überall gehen Gerüchte um, die die Frage betreffen, wie es der Gernot mit seinen Getreuen allein schaffen konnte, die Hexer zu vertreiben, in Lichtholz kennt man immer noch die Geschichte von den geheimen Freunden, einer Gruppe Kämpfer, die aus dem Nichts aufgetaucht seien und Gernot geholfen hatten, nur um dann wieder zu verschwinden. Der Kaiser erhebt Anspruch auf das alte Reichsgebiet und will die von Hohenburgs nicht belehnen, der Reichstag aber widerspricht ihm und so kommt es dazu, dass Lichtholz wieder ein Teil des Reiches wird, die von Hohenburg es aber als Lehen erhalten. Als Entschuldigung für die Unterlassung jeglicher Hilfe bietet der Reichstag gegen den Protest des Kaisers, dem dies vor wenigen Jahren für Vertralinde verwehrt wurde, Lichtholz den Rang eines Kurfürstentumes an, welcher angenommen wird. Um eine ungerade Zahl im Kollegium zu erhalten verzichten die freien Reichsstädte in Aussicht auf den Salzreichtum Lichtholz' auf eine ihrer Stimmen. Seit dieser Zeit sind die Altzollern von Vertralinde und die Hohenburgs von Lichtholz stets verbitterte Gegner im Reichstag. Zu diesem Zeitpunkt erreicht das Reich die größte Ausdehnung seiner Geschichte.

55 - 65 nKH: Der Süden des Reiches geht an die grünen Lande

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Das Gebiet des Reiches 65nKH

55 nKH kommen Truppen aus Grünwald, welche den einstigen Norden Falbalons, der jetzt dem Reich angehört, angreifen. Kaiser Maximilian sendet ein großes Heer, es gelingt jedoch nicht, die Grünwalder zu schlagen und die Reichstruppen müssen eine Niederlage nach der anderen hinnehmen. Auch Idygalon und Falbalon, welches sich Rückgewinnung seines alten Nordens erhofft, greifen von Vergeltung getrieben auf der Seite der Grünwalder ein. Nach 10 Jahren Krieg ist das Land verwüstet und Maximilian befiehlt den Rückzug. Falbalon erhält jedoch kaum Land zurück, das Land südlich der Berge wird Teil der grünen Lande, die Grenzen zwischen jenen und Falbalon entsprechen den heutigen.

147 - 148 nKH: Der vierte lindisch-thorastilische Krieg

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Das Gebiet des Reiches 147nKH

Nach über 80 Jahren, in denen außer ein paar Scharmützeln mit versprengten goldenen Truppen im Süden (der heutige Nordosten der grünen Lande) Frieden geherrscht hatte, versuchte das Reich mit einem schnellen Krieg seine erfolgte Aufrüstung auszunutzen und greift Thorastil, welches sich gerade in internen Schwierigkeiten befindet, an. In wenigen Wochen wird ein Großteil des Gebiets, welches heute den Norden Idygalons darstellt, und die heutige Markgrafschaft Ertenburg von Thorastil erobert. Als die Truppen auf Vendorin zumarschieren, führt Auryl eine große Streitmacht aus Ytricht in den Norden, um die Gebiete, die einst zu Idygalon gehörten und die jetzt Teil des Reichs sind, in Anspruch zu nehmen. Die lindische Armee zieht sich ungeschlagen zurück, da man nicht Krieg gegen Idygalon und Thorastil führen kann. Um ein Zeichen für den Friedenswillen zu setzen, überredet Auryn Auryl, vor den Grenzen des heutigen Ertenburg Halt zu machen und den Linden dieses Gebiet zu überlassen. Die Reichsstreitkräfte harren an der Grenze aus, weil man hofft, dass die Goldenen nun Thorastil angreifen und versuchen würden, es in die Heimat zurückzuholen. Die Reichstruppen erhoffen sich als lächelnder Dritter in diesem Krieg positionieren zu können, jedoch erkennt Idygalon nach über 300 Jahren Thorastils Abspaltung an und schenkt ihm das Umland von Vendorin zurück, welches man eben von den Linden erobert hat. Die heutigen Grenzen zwischen Thorastil und Idygalon entstehen.  

160 - 162 nKH: Der Krieg der Elbenteufel

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Das Gebiet des Reiches 162nKH

Im Reich sinnt man auf Rache an Idygalon für den verweigerten größeren Gebietsgewinn Jahre zuvor, im ganzen Reich wird Heerschau abgehalten. An der gesamten Süd- und Ostgrenze des Reiches stehen Verbände bereit um zuzuschlagen. 160 nKH ist es soweit, man will das vom Bürgerkrieg geplagte Thorastil angreifen und das gesamte Land dem Reich angliedern. Noch bevor es zu Kampfhandlungen kommt, greifen Idygalon und die grünen Lande gemeinsam das Reich an. Die Truppen, die für Thorastil gedacht waren, marschieren geschlossen nach Süden nach Idygalon. Die Armeen aus der goldenen Heimat sind aus ganz Idygalon zusammen gezogen, alle Völker haben Verbände gesandt. So treffen die Reichstruppen auf Minotauren, Zentauren, Kobolde, Lutin, Lamassu und andere Wesen, die sie nur aus Sagen kennen. Die Kirche des Taran bezeichnet sie als Teufel, die die Elben gerufen haben, um die ehrbaren Linden zu vernichten, und so geht der Krieg als der der „Elbenteufel“ in die Geschichte ein. Am östlichen Teil der Grenze zwischen Idygalon und dem Reich kann die Grenze kaum in eine Richtung versetzt werden und so verschiebt sich das Groß der Kampfhandlungen nach Westen, wo ein gewaltiger Heerwurm aus Grünwald und von südlich der Berge kommt und die Linden in den Norden verdrängt. 162 nKH kommt es an dem Punkt, an dem heute Idygalon, das Reich und die grünen Lande zusammen kommen, zur größten Schlacht seit Kereth Hall in ganz Mythossa, die in Lindland als „Schlacht der toten Kinder“ bekannt werden sollte, weil so viele Mütter ihre Söhne und Töchter verlieren. Wenngleich das Reich besiegt wird, ist auch das Leid unter den goldenen und den Grünwalder Truppen so groß, dass man ein Ende des Krieges herbeiführen will und dem Reich Frieden anbietet. Im Schandfrieden von Niederhut wird das Reich im Südwesten in seine Grenzen von 22 nKH zurückgeworfen. Bis heute trauern viele Linden den „schönen Wiesen im Süden“ nach, welche dort verloren wurden.

190 - 191 nKH: Bürgerkrieg im Norden

Während einer mehrwöchigen Abwesenheit übergibt der Kurfürst von Lichtholz, Gerfried von Hohenburg, die Regierungsgeschäfte seinem Hofmagier Magister Lödrius. Der Herzog von Nordelm-Köhlern sieht das als Indiz dafür, dass Lichtholz wieder unter die Kontrolle der Hexer geraten ist und lässt seine Truppen mobil machen. Angeheizt wird das ganze noch durch Reden des Kaisers im Reichstag, der das Verhalten des Kurfürsten aufs Bitterste kritisiert. Im September beginnt der Angriff auf Lichtholz, obwohl Gerfried schon lange zurück ist. Unter den Soldaten heißt es, er stehe unter fremdem Zauber. Erst nach einem blutigen Winter entschließt sich der Reichstag, das nicht rechtswidrige Verhalten Gerfrieds anzuerkennen und interveniert auf Lichtholzer Seite. Als Reichstruppen vor Fahrburg stehen, sieht der Herzog seinen Fehler ein und entschuldigt sich öffentlich bei den Lichtholzern.

200 nKH: Schachtunglück in Zweilingsgrub

In Zweilingsgrub, einem Dorf im Norden von Lichtholz füllt sich eine Salzmine rasend schnell über Nacht mit Wasser, viele Menschen ertrinken. Woher das Wasser stammt ist jedem ein Rätsel, die Unruhe im Volk wird groß. Durch das Austreten des Wassers wird das Tal überschwemmt und noch mehr Menschen müssen sterben.

210 nKH: Wieder Bürgerkrieg im Norden

Nach dem mysteriösen Tod des Kurfürsten Gerfried auf einem Fest in seiner Burg Ahrensteig kommt es zu Erbstreitigkeiten. Der Neffe des Kurfürsten, Albrecht von Hohenburg-Altberg, macht seiner Cousine, der Tochter des Kurfürsten, Gudrun von Hohenburg, ihr Erbrecht streitig und vertreibt sie sogar aus Lichtholz. Im Namen des Kaisers selbst erklärt daraufhin im Herbst 210 nKH der Kurfürst von Hochfleuen Lichtholz den Krieg, auch wenn der Kaiser leugnet, jemals dazu angehalten zu haben.

Für alles weitere siehe Jüngere Geschichte Tarans Reich Lindischen Bodens

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