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Grafschaft Fleuen

Dieser Artikel bezieht sich auf den Stand vor dem Spiel „Nur das Beste“, also Herbst 213 nKH. Für alles, was sich seit dem in Fleuen verändert hat, siehe Jüngere Geschichte Tarans Reich Lindischen Bodens

Die Grafschaft Fleuen ist eines der derzeit 47 Landesfürstentümer (=Reichslehen) in Tarans Reich Lindischen Bodens. Wenn nicht ausdrücklich anders erwähnt gilt also alles im dortigen Artikel erwähnte auch für die Grafschaft Fleuen. Fleuen liegt an der Küste zur nordwestlichen See an der Oststeite der Fleubucht. Es war lange Zeit Teil des alten Kurfürstentums Fleuen, das sein Zentrum lange in der jetztigen Grafschaft hatte und Großteile des Hallelands umfasste, dessen Kurfürstenwürde aktuell aber bei Hochfleuen liegt. Die Landschaft ist von langen, meist schroffen Steilküsten und vielen größeren Moorgebieten im Landesinneren geprägt. Seit dem Tod von Graf Chlodwig Ragin von Eulenbruch von 6 Jahren, herrscht sein ältester Sohn Graf Chlodwig II.. Das Gebiet der heutigen Grafschaft galt lange wirtschaftlich als abhängige Peripherie Elmunds, das immer noch der wichtigste Handelspartner der Grafschaft ist. Neben dem Handel verdient Fleuen vor allem an den hohen Zöllen, die seine Adeligen auf den Wegen und Flüssen nach Elmund einnehmen. Die größte Stadt ist Fleuen, der Graf saß traditionell in seiner Burg Eulenbruch bei Mausen, wogegen Chlodwig II. als Residenz sein Schloss Lebensfreud bevorzugt. 

Grafschaft Fleuen


Landesflagge


Herrscherwappen

Allgemeines
Staatsform Feudales Landesfürstentum in Tarans Reich Lindischen Bodens
Oberhaupt Chlodwig II. von Eulenbruch, Graf von Fleuen
Hauptstadt Nominell keine, die Verwaltung des Grafen findet von Burg Eulenbruch und der nahe liegenden Stadt Mausen statt
Fläche ca. 16.000 km²
Gesetzgebung Graf von Fleuen, teilweise an reichstägliche und kaiserliche Erlässe gebunden
Religion Sechs-Götter-Glaube lindischer Prägung, Taran wird als Hauptgott verehrt
Reichtum recht hohe Quote an Abgaben und große Aufsplittung des Bodens in kleine Lehen, proportional noch ärmere Bauern, dafür eher wohlhabender Kleinadel
Bevölkerung
Einwohnerzahl ca.320.000
Bevölkerungsdichte 20 Personen/km²
Völker Nahezu ausschließlichLinden, ganz selten einzelne Erborista
Zufriedenheit Das Volk ächzt derzeit unter den hohen Abgaben, man hat sich aber daran gewohnt. Der Adel und das Bürgertum sind unglücklich mit Graf Chlodwig II., dem man nachsagt, unter der Kontrolle seines Onkels Gotefrit zu stehen.
Karten

Geographie

Fleuen liegt an der Küste zur nordwestlichen See, nördlich des Herzlandes, dabei gilt es als östlichster Teil des Hallelandes. Im Osten wird es vom Elm, auf dessen anderer Seite das Herzogtum Nordelm-Köhlern liegt, begrenzt, im Süden grenzt es an das Kurfürstentum Westköhlern. Ganz im Westen teilt es eine kurze Grenze mit der Landgrafschaft Jungenburg. Die Küstenlinie ist großteils von steil abfallenden Klippen, die nur wenige für Häfen geeignete Abflachungen bieten, geprägt, nur im Westen und auf einem ein paar Meilen langen Streifen im Norden gibt es ein paar flache Sandstrände. Im Landesinneren dominieren Wälder und ausgedehnte Moorlandschaften, im südöstlichen Eck, im Gebiet der Barone von Riefenhardt finden sich um das Riefenwasser breitere Streifen nutzbaren Weide- und Ackerlandes. In den großen küstennahen Gebieten des Landes, vor allem in der Baronie Limbachen, herrscht ein raues, vom ewig peitschenden Meerwind geprägtes Klima vor. Neben der See bildet der Elm, der das Fürstentum im Osten begrenzt, das wichtigste Gewässer des Landes. Ansonsten sind noch der Aland, der das Stammland der Eulenbruchs mit der reichen Baronie Riefenhardt verbindet, und der Mant, der als einziger Fluss im Land vom Meer aus befahren werden kann. Das Land ist großteils flach oder von leichten Hügeln geprägt, größere Erhebungen oder Gebirge gibt es nicht. Im Land befinden sich keine über die Grenzen der Grafschaft bedeutenden Städte. Die größte Stadt ist der namensgebende Ort Fleuen, daneben gibt es noch das von den Eulenbruchs selbst verwaltete Mausen und Tüning, das im reichen Südosten unter Vorherrschaft der Barone von Riefenhardt liegt. Da es in seiner Geschichte lang das Grenzgebiet zwischen den beiden rivalisierenden Kurfürstentümern Fleuen und Köhlern darstellte, befindet sich eine überdurchschnittlch hohe Anzahl nennswerter Burgen im Land.
Kommentierte Karte Grafschaft Fleuen

Bevölkerung

Das fleuener Volk weicht wenig von typischen lindischen Eigenheiten und Werten ab. Besonders ausgeprägt ist die Abneigung gegen Städter, was sich darin äußert, dass es nur drei kleine Städte im Land gibt und die wohl auf die lange Nachbarschaft mit der freien Reichsstadt Elmund beruht. Weiters hat diese Nachbarschaft zu einem gewissen Maß an Misstrauen gegenüber Fremden geführt, neben dem reichen Elmund strichen die Fleuener oft heraus, wenigstens nicht unterm großen Einfluss anderer Kulturen (die die im „internationalen“ Elmund überall spürbar sind) zu stehen.

Glaube

Das Fleuner Volk verehrt genauso wie alle anderen Linden Taran als obersten Gott. Wie im gesamten Halleland wird vor allem im einfachen Volk auch das Meer als wichtigste Naturkraft angesehen und teilweise angebetet. Der Glaube ist in Fleuen tief und durch alle Schichten verankert, allerdings ist die Bereitschaft, Taran und seine religiösen Institutionen getrennt und zweiteres oft auch kritisch zu betrachten, eher groß. Die verbreitete Auffassung, der Klerus sei nur ein gieriger Gutsherr wie alle anderen auch, liegt sicher auch damit zusammen, dass eines der fünf großen Lehen des Landes ein geistliches Bistum ist.

Magie

Da man geographisch weit von allen Reichsgrenzen entfernt ist und die Abgrenzung gegen kulturfremdes aus Elmund stets groß war, hat Fleuen in seiner Geschichte selten Kontakt mit Magie gehabt, weswegen sie eher belächelt und für eine Sage gehalten, als abgrundtief gehasst oder gefürchtet wird. Das gilt auch für die Erborista, die hier je nach Überzeugung für besonders geschickt oder besonders gerissen, aber nur selten für Zauberer gehalten werden.

Geschichte

Das Gebiet der heutigen Grafschaft war lange Zeit die Ostgrenze des großen Kurfürstentums Fleuen und vor allem in dessen Frühzeit auch sein politisches Zentrum. Die Verwirrungen der Elbenkriege und dem Zerfall Köhlerns, in denen die von Rettelbach, die damaligen Kurfürsten von Fleuen, weite Gebiete nordöstlich des Elms unter ihre Kontrolle brachten (die damals alle als Hochfleuen bezeichnet wurden), kam es auch im nunmehr größten Land des Reiches zu Spannungen. Diese gipfelten darin, dass sich die wichtigsten Fürsten der westlichen, ursprünglichen Teile des Fürstentums unter der Führung des Grafen vom Eulenbruch, eines entfernten Verwandten des Kurfürsten, verbündeten, um die Rettelbachs zu stürzen. Diese zogen ihre Kräfte über den Elm zurück und verteidigten den Fluss, dessen Überquerung den Rebellen nicht gelang. Über der Tatsache, dass die Rettelbachs nicht endgültig besiegt werden konnten und der Reichstag sich weigerte, ihnen ob der großen Gebietsverluste die Kurfürstenwürde abzuerkennen, zerbrach die Allianz der fleuener Fürsten und kleinere Landesfürstentümer entstanden, von denen heute noch Jungenburg, Bernoven und die Grafschaft Fleuen bestehen.

Wirtschaft

Der Wohlstand in Fleuen liegt in etwa im Durchschnitt des Reichs. Wichtige Einnahmequellen sind vor allem Zölle und Abgaben auf alle Waren, die über die fleuischen Straßen und Flüsse nach oder von Elmund aus transportiert werden. Im Reichsschnitt nehmen die Adeligen sehr hohe Abgaben von ihrem Untertanen. Dies beruht vor allem darauf, dass es durch den hohen Föderalismus einen sehr regen Wettstreit zwischen den Adeligen um mehr Wohlstand und Prestige gibt.

Politik

Wie die meisten halleländischen Fürstentümer wird Fleuen im Reich als wenig einflussreich und wichtig wahrgenommen. Die Grafschaft engagiert sich seit dem Ende seiner Kurfürstenwürde traditionell sehr wenig in gesamtlindischen Angelegenheiten und wird seinem Ruf dahingehend gerecht. In Fleuen, das wie nahezu alle anderen lindischen Länder streng feudal organisiert ist, liegt vergleichsweise wenig Macht zentral beim Grafen. Dieser behält sich die Hoheit über gewisse Zölle, verlangt die traditionelle Heerfahrt und traditionelle Mitspracherechte bei der Verheiratung seiner Lehnsmänner, hält sich in den meisten anderen Angelegenheiten aber zurück. Dabei haben die Eulenbruchs bisher gutes Gespür gezeigt und sich in den scheinbar genau richtigen Situationen eingemischt, so dass es seit über 40 Jahren sehr klare Lehensverhältnisse auf den höheren Ebenen gibt. Der aktuelle Graf Chlodwig II. wird seit seiner Amtsübernahme aktiv von seinem Onkel Gotefrit von Eulenbruch bei der Verwaltung und Führung der Grafschaft unterstützt. Ob dies eher auf einem vertrauensvollen Verhältnis innerhalb der Grafenfamilie oder einer Schwäche des Grafen liegt, scheidet die Geister.
Kommentierte Karte Grafschaft Fleuen →Burgen

Soziokulturelle Gliederung

Innerhalb des Reiches wird Fleuen als klassischer Teil des Hallelands wahrgenommen. Fleuen selbst lässt sich anhand der großen 5 Lehen aufteilen

Die Stammlande der Eulenbruchs

Das Gebiet um den Eulenbruch, die gleichnamige Burg, Schloss Lebensfreud, Mausen, Burg Hohenehr und die beiden wichtigen Häfen Allandsfall und Eulshafen unterstehen der unmittelbaren Herrschaft der Grafenfamilie. Damit haben sie zwar kaum unmittelbar verwaltetes Land, kontrollieren aber die wichtigsten Häfen und Straßenknoten.

Die Baronie Limbachen

Die Barone von Limbachen galten lange Zeit als wenig wohlgesonnene Konkurrenten derer von Eulenbruch. Spätestens seit der Quellstein-Rebellion vor 15 Jahren, als ein Vasall der Limbachens gemeinsam mit nordelmköhlerschen Kräften den Baron bedrohte und der Graf mit einer rasch aufgestellten Streitmacht in den Norden eilte, scheinen die alten Konflikte beigelegt. Die Limbachens herrschen über das größte Lehen im Land, das im Osten von der Aue und im Süden vom Eulenbruch begrenzt wird. In ihrem Lehen liegt mit Fleuen auch die größte Stadt des gleichnamigen Fürstentums. Das Land hier ist am stärksten von schroffen Klippen und steifem Seewind geprägt, da kaum große Wälder oder Erhebungen existieren, die diesen Einhalt gebieten könnten. In vielen Küstenbereichen finden sich Eisenvorkommen in den Klippen. Diese sind nur sehr schwierig und umständlich abzubauen, da Eisen aber im Reich unglaublich teuer ist, ist es trotzdem rentabel. Die Burgen an der Küste werden von stolzen Rittern aus alten Geschlechtern bewohnt, die selten gewillt waren, sich zu viel von ihren Herren, den Baronen von Limbachen, gefallen zu lassen.

Das Freiherrentum Zunderstein

Die Länder derer von Zunderstein liegen zwischen Elm im Osten, Aue im Westen und Grenzbach im Süden und sind vor allem von ebenen Heidelandschaften geprägt. Angebaut wird vor allem Flachs, der ins ganze Fürstentum und nach Elmund verkauft wird. Weitere wichtige Punkte für das Freiherrentum sind die Elmbrücke, über die große Teile des Verkehrs mit Nordelmköhlern stattfindet und die Nährburg, die die für Treidelkähne wichtige Überquerung des Nährbach ermöglicht. Ein aktuell bekannter und offener Konfliktpunkt mit dem Nachbar Limbachen ist der Zugang zu Elmund. Die Herren von Pflugensberg, die diesen seit Generationen überwachen und deren Land an der Grenze zwischen Zunderstein und Limbachen liegt, haben vor kurzem aufgrund alter, bisher unbekannter Dokumente ihren Lehnseid mit Zunderstein für ungültig erklärt und Limbachen die Treue geschworen. Freifrau Gundrada von Zunderstein scheint aber nicht gewillt, den Verlust des Zugangs zu Elmund hinzunehmen.

Die Baronie Riefenhardt

Wenn auch relativ klein, ist Riefenhardt seit langem das reichste und üppigste Lehen im Land. Das Lehen, das sich um den See Riefenwasser erstreckt, hat die besten und fruchtbarsten Böden des Fürstentums und sowohl direkten Zugang zum Elm, als auch zur wichtigsten Straße im Land, die Eulenbruch und die Küste mit Westköhlern verbindet. Das Land gilt als Kornkammer des Landes, außerdem wird hier besonders gutes Gemüse angebaut, welches vor allem mit Elmund und dem Herzland gehandelt wird.

Das Freiherrentum Warthausing

Warthausing, das im Süden des Landes liegt und großteils von Mooren und dem als besonders dicht und wild geltenden Roten Forst geprägt ist, war seit je her das ärmste und rückständigste Lehen im Land. In den letzten Jahren spricht man vor allem vom Bau der riesigen Burg Tiefentrutz durch den Freiherren selbst, für dessen Finanzierung die als ärmlich geltenden Freiherren Gerüchten zufolge vier Generationen gespart haben.

Das Bistum Kloster des heiligen Karol

Das Bistum besteht schon seit Kurfürstentagen und unterstützte die Rebellion gegen die Rettelbachs aktiv. Heute wird vor allem Holz abgebaut, das über den Mant in die Fleubucht verschifft, oder aber zu Papier verarbeitet wird. Das Gebiet zwischen dem unsteten und dem jungen Mant um das Dorf Flemmen gilt als besonders fruchtbar, dort wird vor allem Roggen und Obst produziert. Der amtierende Bischof Tarantreu ist weitläufig mit dem Kaiser verwandt, hält sich mit Einmischungen aber zurück.

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